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Foto:Judith Schmidhuber

Heiße XXL-Urlaubsträume in Florida

Florida wird nicht umsonst der „Sunshine-State” der USA genannt. Sonnenhungrige kommen dort voll auf ihre Kosten. Das Land bietet außerdem einige interessante Stationen.

Die Rundreise durch Florida beginnt in Miami, der Metropole im Südosten des Staates. Dort tummeln sich Stars und Sternchen, in South Beach werden allerlei Wassersportarten angeboten und man kann beobachten, wie sportlich die Bewohner Miamis sind: Den ganzen Tag joggen Bikinischönheiten den Strand entlang - und das trotz der schwülen Hitze. Den „Art Deco“-Bezirk erkundet man besser abends, dann werden die bunten Häuserfassaden ins rechte Licht gerückt und die Restaurants und Nachtclubs laden zum Besuch ein.

In die Geschichte der Raumfahrt taucht man im „Kennedy Space Center“ in Cape Canaveral ein. Um das riesige Gelände zu erkunden, werden Busrundfahrten angeboten. Auf der Fahrt zu den Abschussrampen kommt man am so genannten „Vehicle Assembly Building“ vorbei. Das Gebäude, in dem die Raketen montiert werden, ist das Wahrzeichen des Kennedy Space Centers und eines der größten Hallenbauten der Welt. Die Dimensionen eines „Space Shuttles“ werden einem bewusst, wenn man direkt darunter steht. Nicht gerade dezent ist die Hintergrundmusik, die den Besucher auf dem ganzen NASA-Gelände beschallt und einem das Gefühl gibt, als würde man eine Statistenrolle im Raumfahrtdrama „Apollo 13” spielen. Patriotismus pur.

Die Hochburg der Vergnügungsparks ist Orlando im Landesinneren. Micky Maus trifft man im „Walt Disney Land Resort“, das gleich aus sechs verschiedenen Themen- und Wasserparks besteht. Das „Universal Orlando Resort“ besteht aus den Universal Studios, das Attraktionen rund um Film und Fernsehen bietet, und dem „Islands of Adventure”, in dem einige der wildesten Achterbahnen der Welt stehen. Berühmt für seine Killerwale ist das „Seaworld”.

Auf der Fahrt entlang der Westküste lohnen sich einige Abstecher an den Golf von Mexiko. Eine richtige Abkühlung bietet das Meer hier allerdings nicht: Der Ozean ist im Sommer bis zu 35 Grad warm. Muschelsammler kommen auf der Insel Sanibel voll auf ihre Kosten: Dort findet man Muscheln in rauhen Mengen. Delfine springen am „Old Pier“ in Naples aus dem Wasser. Prächtige Villengegenden gibt es in Tampa, Fort Myers und Naples, dort verbringen betuchte Amerikaner den Winter oder ihren Ruhestand. Nicht umsonst wird Florida auch der Rentner-Staat genannt.

Der Besuch in den Everglades sollte gut vorbereitet sein, denn wer ohne Moskitospray aufbricht, wird es bald bereuen. Von den Wanderstegen aus kann man die Sumpflandschaft gut erkunden und Alligatoren aus sicherer Entfernung beobachten. Die rasante Fahrt mit einem „Airboat“ ist dagegen weniger geeignet um der Tierwelt nahe zu kommen. Sobald die großen Propeller angeworfen werden, sucht auch der letzte Vogel das Weite.

Die 180-Meilen-Fahrt über die Florida Keys geht über unzählige Inselchen und Brücken und endet in Key West, dem südlichsten Punkt der Staaten. Dort enden die sonst mehrspurigen Highways plötzlich und man bewegt sich auf schmalen Gassen durch die charmante Stadt mit Karibikflair, in der einst Hemingway Cocktails schlürfte. Und auch wenn sie nur wenige Minuten dauern: Sonnenuntergänge sind auf Key West ein einmaliges Spektakel.

Gewöhnungsbedürftig sind die Klimaanlagen, die durchwegs auf Eiszeit eingestellt sind und weshalb man immer eine Jacke dabei haben sollte. Fast-Food-Ketten prägen das Bild einer jeden Stadt und erklären die Gewichtsprobleme, die sehr viele Einwohner haben. Umweltschutz ist in den Staaten praktisch (noch) nicht existent. Autos gibt es fast nur im XXL-Format, wohl auch, weil ein Liter Benzin umgerechnet nur etwa 40 Cent kostet. Die Highways sind immer mehrspurig und oft fährt man meilenweit gerade aus.

Freundlichkeit gegenüber den Touristen ist bei den Einwohnern selbstverständlich. Egal ob im Supermarkt oder Restaurant wird einem immer Hilfe angeboten - in Deutschland kaum vorstellbar. Als Übernachtungsmöglichkeit bieten sich die zahlreichen preiswerten Motels an. Und nicht zuletzt wegen dem günstigen Dollar-Kurs sind die großen Outlet-Dörfer ein Mekka für Shopping-Fans. Oder wo gibt es sonst eine Levis-Jeans für umgerechnet 20 Euro?

Bei der Wahl der Reisezeit bietet sich der Frühsommer an, dann sind die Strände nicht mit sonnenhungrigen Amerikanern überfüllt, da die meist nur im Winter nach Florida kommen. Im Spätsommer und Herbst ist Hurrican-Saison - einer der wenigen Nachteile an Florida.

Judith Schmidhuber 25.08.2009

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