Lesen Sie dazu auch
- 27.04.2010 Ein luftiger Arbeitsplatz
- 29.09.2009 Unternehmen mit Weltruf
- 23.07.2009 „Grenzverkehr”
- 14.07.2009 Expansion schwer gemacht
- 25.06.2009 „Investition in die Zukunft”
- 10.02.2009 „Ich lasse mir das Englisch-Kauderwelsch übersetzen”
- 25.11.2008 Geld verdienen mit einer „biblischen Plage“
- 11.11.2008 Am laufenden Band
Links zum Artikel
SERVICE | Archiv | Lokales-Hintergrund
Neues Regionalgeld soll Wirtschaft vor Ort stärken
Rosenheim/Chiemgau - Zahlreiche Umfragen belegen es: Auch mehr als zwei Jahre nach der Einführung des Euro ist ein großer Teil der Deutschen mit der neuen Währung noch immer unzufrieden. Was die meisten gar nicht wissen: Für die Region rund um Rosenheim und den Chiemsee gibt es seit rund einem Jahr eine eigene Währung, den «Chiemgauer». In über 100 Geschäften zwischen Feldkirchen-Westerham und Traunstein kann man mit diesem Regionalgeld bereits bezahlen. Und es werden ständig mehr.
ie Idee, ein solches Gutschein-System für die Region ins Leben zu rufen, hatte der Lehrer Christian Gelleri aus Stephanskirchen, der an der Walldorfschule in Prien unterrichtet. «Ziel ist es, die regionalen Wirtschaftskreisläufe zu beleben und gleichzeitig soziale Zwecke zu unterstützen», erklärt Gelleri, der Vorstand des dafür eigens gegründeten Vereins «Chiemgauer regional» ist.
Das Ganze funktioniert wie folgt: Wer die neue Währung nutzen will, muss zunächst einmal dem Verein «Chiemgauer regional» beitreten. Die Mitgliedschaft ist aber völlig beitrags- und kostenfrei. Mit dem Mitgliedsausweis können an verschiedenen Ausgabestellen in der Region Euro gegen «Chiemgauer» getauscht werden. Der Wert eines «Chiemgauers» entspricht dabei einem Euro. Mit diesen Gutscheinen kann der Kunde dann bei den bisher über 100 teilnehmenden Unternehmen Waren einkaufen - etwa bei der Buchhandlung Hella Droth in Bad Aibling, bei Optik Wilhelm in Rosenheim oder auf dem Priener Regionalmarkt.
