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Einer wird gewinnen – per Los zur Traumimmobilie
Hausverlosungen sind in Deutschland zwar (noch) verboten, in vielen anderen Ländern aber legal. Vor allem bei unseren Nachbarn aus Österreich liegen sie im Trend.
Region. Weil sich in der aktuellen Wirtschaftskrise viele Immobilien kaum noch zum gewünschten Preis verkaufen lassen, setzen in Österreich, Spanien und vielen anderen Ländern immer mehr private Hausbesitzer auf eine Verlosung. Seit die Mutter aller europäischen Hausverlosungen, Traude Daniel, ihre Villa am Wörthersee im Januar dieses Jahres erfolgreich verlost hat, kamen allein in Österreich mehr als hundert Immobilienverlosungen auf den Markt.
Für Loskäufer erscheint eine Teilnahme durchaus attraktiv. Während die Chancen, einen Lotto-Jackpot zu knacken, bei etwa 1 zu 14 Millionen liegt, sind die Gewinnaussichten bei einer privaten Hausverlosung deutlich höher, weil kein Gewinn für den Besitzer abfallen darf. Die übliche Losanzahl bei liegt zwischen 3.000 und 20.000 Losen. Der Einsatz schwankt zwischen 19 und 199 Euro, für diesen Preis erwirbt man auf der Internetseite eines Anbieters eine Losnummer.
Auch in Deutschland wird heftig um Loskäufer geworben, zumal es nicht selten wahre Traumimmobilien in beliebten Feriendomizilen zu gewinnen gibt. Heiner Fabry aus Erpfendorf bei Kitzbühel verlost derzeit beispielsweise seine historische Finca aus dem 18. Jahrhundert auf Mallorca, komplett renoviert mit 680 Quadratmeter Wohnfläche und einem 13.000 Quadratmeter großen Grundstück. Exakt 26.499 Lose zum Stückpreis von 99 Euro will Fabry verkaufen, am 5. Dezember soll der Gewinner gezogen werden. - Kein einfaches Unterfangen, zumal Fabry auch gegen Fehlinformationen zu kämpfen hat. „Erst diese Woche hat mir ein Ehepaar aus Traunstein gemailt, dass sie wahnsinnig gerne an meiner Verlosung teilnehmen würden, dies aber wohl nicht erlaubt sei“, berichtet er. Richtig ist jedoch, dass Immobilienverlosungen aufgrund des Glückspielmonopols der Länder in Deutschland zwar verboten sind, die Teilnahme an Verlosungen im Ausland aber völlig legal ist. Der Traum von einer eigenen Luxusvilla unter Palmen oder in den Bergen kann also problemlos auch für einen deutschen Glückspilz wahr werden.
