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„Scheich-Connection“ warb mit 28 Prozent Rendite
Ins Rollen gebracht hat die Justizermittlungen der Münchner Rechtsanwalt Thorsten Krause von der Kanzlei Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair & Kollegen, die sich auf Anlegerschutz spezialisiert hat. Er beobachtet seit längerem dubiose Finanzaktivitäten rund um das Emirat. „Die ,Kleine Zeitung‘ aus Graz berichtete als erste über Ungereimtheiten. Nachdem plötzlich die Internetseite von Dubai Capital verschwunden war, bin ich stutzig geworden.“
Was der Anwalt bei weiteren Recherchen fand, machte ihn stutzig. „Mir fiel zunächst die Werbung der Sole Invest GmbH mit ihrem Projekt Dubai Capital auf. Der Einstieg von nur 999 Euro erschien mir dubios“, sagte Krause GoMoPa. Das Investment im Emirat war sehr ungenau beschrieben. Wer mit bis zu 500.000 Euro einstieg, dem winkte nicht nur eine Rendite von 28 Prozent pro Jahr, sondern auch ein VIP-Ticket für Stefan Raabs Stock-Car-Rennen.
„Ich habe schließlich am 30. Oktober Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft in Traunstein gestellt“, so Krause. Die Staatsanwaltschaft Traunstein überwies aufgrund der Komplexität des Falls die Angelegenheit zur Staatsanwaltschaft München II, Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität.
Gleichzeitig informierte Krause die Sparkasse Berchtesgadener Land und die österreichische Oberbank, auf deren Konten die Anleger das Geld überweisen sollten, um eventuell noch Anlegergelder zu sichern.
GoMoPa ist der Firma, deren Geschäftsführer der ehemalige Weltcup-Radprofi Lukas R. (22) aus Oberösterreich ist, bereits seit Mai auf der Spur. „Einem Journalisten unseres Netzwerkes ist die Firma aufgefallen, weil er Fußballfan ist und Dubai Capital immer wieder eingeblendet wurde“, sagte Siegfried Siewert, der Pressesprecher von GoMoPa.
