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MEINUNGEN | Im Gespräch | Rotes Bankerl

„Die Chemie stimmt einfach”
Hoheiten. Das Prinzenpaar der Faschingsgilde Bad Aibling hat die ersten Feuerproben bestanden. Vor dem großen Faschingssturm fanden sie noch Zeit fürs Rote Bankerl.
Bad Aibling. Dieses Jahr fegen Prinzessin Stefanie I. Kolb von der Akrobatikbühne (Stefanie Kolb, 21, Hobbys: Geräteturnen, Theater) und Prinz Hubert II. Schlemer von nobler Sohle und rollendem Leder (Hubert Schlemer, 25, Hobbys: Fußball, Mountainbike, Ski, Fitness) für die Aiblinger Faschingsgilde über das Parkett.
Redaktion: Wer denkt sich eigentlich immer diese lustigen Namen der Prinzenpaare aus?
Hubert II.: Die darf sich das Paar selbst geben. Wenn einem nichts Gescheites einfällt, hilft halt das Präsidium mit, die haben da ja Erfahrung.
Redaktion: Warum wolltet Ihr Prinzenpaar sein?
Hubert II.: Das war gar nicht unsere Idee. Wir sind vom Präsidium gefragt worden. Wir waren beide auch anfangs nicht begeistert. Ich habe sogar zweimal abgesagt.
Redaktion:: Was hat euch abgeschreckt?
Hubert II.: Ich dachte, dass ich kein Talent zum Tanzen habe.
Stefanie I.: Ich wollte erstmal wissen, wer der Prinz ist. Mit einem wildfremden möchte man einfach nicht so viel Zeit verbingen.
Hubert II.: Ich wollte schon auch wissen, wer Prinzessin wird. Als es hieß, eine der Kolb-Zwillinge, war ich zufrieden. Wir kennen uns von klein auf, da stimmt einfach die Chemie.
Redaktion: Wie kam die Gilde gerade auf Euch?
Stefanie I.: Der Bruder von Marianne Hartmann (Anm. der Red.: 2. Präsidentin der Faschingsgilde) war Trainer beim Sportbund Rosenheim und kennt viele Fußballer aus dem Umkreis. Sie hielten Hubi für den passenden Typ. Ich selbst kenne Marianne vom TUS Bad Aibling her.
Redaktion: Das Tanzen habt Ihr offensichtlich gut hinbekommen...
Hubert II.: Mit viel Arbeit geht alles. Unser Training hat gleich nach der Wiesn begonnen. Wir haben zweimal pro Woche mit den Choreografen und noch mindestens zweimal mit der Präsidentin geübt. Von nix kommt nix.
Stefanie I.: Oft haben wir auch einfach zusammen noch trainiert - und es hat sich gelohnt, bisher tanzen wir fehlerfrei.
Redaktion: Wie steht es mit der Nervosität vor Auftritten?
Hubert II.: Es artet nicht in Stress aus. Ein bisschen Nervosität gehört immer dazu, sonst funktioniert es auch nicht auf der Bühne. Bisher haben wir alles gut gemeistert.
Redaktion: Wie oft müsst Ihr denn ran?
Stefanie I.: Wir absolvieren einen richtigen Marathon. Insgesamt über 60 Auftritte in den fünf, sechs Wochen Fasching.
Redaktion: Wart Ihr schon immer Faschingsfans? Vermisst ihr das „normale” Feiern?
Stefanie I.: Das vermisse ich nicht wirklich, man hat´s ja dann später wieder. Dafür ist der neue Blickwinkel sehr interessant. Man kommt so viel herum, lernt so viele Leute kennen.
Hubert II.: Ich bereue nichts.
