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Ayurveda auf Bayrisch
Heilkunst aus Fernost ist beliebt. Die Schönauerin Ingrid Priebe hat den Trend aufgegriffen und der indischen Gesundheitslehre „Ayurveda“ ein bayerisches Kleid verpasst.
SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE. Schwerelos fühlt man sich auf der wohltemperierten Softpack-Liege, wie auf einem weichen, warmen Wasserbett. Einzig der Geruch ist gewöhnungsbedürftig, eine Mischung aus Enzian und Sole. Von Kopf bis Fuß ist man in das Wurzelextrakt und Fleecetücher eingepackt. Alles zum Wohle der Gesundheit, denn der bittere gelbe Enzian ist seit Jahrhunderten als vielfältige Heilpflanze bekannt.
Nach dem ayurvedischen Verständnis kommen in jedem Organismus drei unterschiedliche Temperamente oder Lebensenergien vor. In einem gesunden Organismus sollten sich die Energien in einem harmonischen Gleichgewicht befinden, beschreibt Ingrid Priebe. Sie war viel in Indien unterwegs und hat die ayurvedische Heilkunst studiert, seit zehn Jahren leitet sie die Wellvital-Residenz im Alpenhotel Zechmeisterlehen. Nach dem Motto „authentisch präventiv“ hat die Schönauerin ein neuartiges und gleichzeitig doch traditionelles Wellness-Angebot entwickelt, nämlich „Ayurveda auf Bayerisch“.
„Unsere Pflanzenvielfalt, die Alpensole und das Alpensalz, Edelsteine, die frische Milch und die gesunde Kost laden förmlich dazu ein, Ayurveda auf bayerische Art zu genießen“, findet Priebe, die kurzerhand ihr Wissen der indischen Gesundheitslehre überdachte und landestypisch umsetzte. „Die ayurvedischen Behandlungen wurden von der Handhabung kaum geändert. Ich habe nur die verwendeten Mittel ausgetauscht und die Namen der Anwendungen und Bio-Energietypen ein neues Kleid gegeben”, erklärt Ingrid Priebe.
Den Typen, welche sich durch sechs unterschiedliche Geschmacksrichtungen definieren, wurden zudem neue Pflanzen, Mineralien und Nahrungsmittel zugeordnet. So werden zum Beispiel die Geschmacksrichtungen salzig und bitter nun statt wie klassisch-indisch durch Himalaya-Salz und Neem, durch AlpenSalz, AlpenSole und Enzian bestimmt. Für ihr Konzept „Ayurveda auf Bayerisch” wurde Ingrid Priebe heuer sogar für den „Bayerischen Innovationspreis für Angebotsgestaltung im Tourismus” nominiert.
