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Zufriedene Bankvorstände: Dieter Schönleben, Werner Strasser, Hubert Kamml,  Konrad Irtel, Wolfgang Breu  und Christian Trattner (von links).
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„Ein Fels in der Brandung”


Die Volks- und Raiffeisenbanken in Stadt und Landkreis Rosenheim sehen sich als „Gewinner der Finanzkrise”. Der Ertrag ging aber auch bei ihnen zurück.

Rosenheim / Landkreis.
„Uns geht es gut”, betonte Konrad Irtel, Vorsitzender des Kreisverbands Rosenheim des Genossenschaftsverbands Bayern, zum Auftakt der traditionellen Jahrespressekonferenz. Die Bilanzsumme der sechs heimischen Genossenschaftsbanken, die insgesamt 1.080 Mitarbeiter beschäftigen, stieg im Geschäftsjahr 2008 um 4,2 Prozent auf 3,74 Milliarden Euro. Die Zahl der Kunden legte auf 228.238 zu. „Damit sind fast 75 Prozent der Einwohner des Geschäftsgebietes Kunde einer Volks- oder Raiffeisenbank”, freute sich Irtel. „Wir sind in der Finanz- und Wirtschaftskrise ein Fels in der Brandung.”

Das „uns entgegengebrachte Vetrauen”, so Irtel, spiegele sich im Wachstum der Kundengelder wieder. Das bilanzielle Kundeneinlagevolumen erhöhte sich um 6,3 Prozent auf 2,765 Milliarden Euro. Im außerbilanziellen Bereich gab es hingegen „aufgrund der Kursrückgänge an den Kapitalmärkten und Umschichtungen in risikolosere Anlagen” Einbußen in Höhe von 17,4 Prozent auf 1,343 Milliarden Euro. Das Kreditgeschäft legte um 2,0 Prozent auf 2,96 Milliarden Euro zu. „Wir sind verlässlicher Partner des Mittelstandes, bei uns gibt es keine Kreditklemme”, unterstrich Irtel. Auch in den ersten Monaten 2009 sei das Kreditgeschäft „sehr lebhaft” gewesen.

Der operative Ertrag der Genossenschaftsbanken in Stadt und Landkreis sei 2008 „minimal gesunken”. „Wir gehen davon aus, dass er in diesem Jahr wieder leicht ansteigen wird”, so der Kreisverbandsvorsitzende.

Die Volks- und Raiffeisenbanken seien „die Gewinner der Krise” und „die einzige Gruppe, die keine Staatshilfen in Anspruch genommen hat”, betonte Irtel, der sich auch einen Seitenhieb auf die Sparkassen nicht verkniff. „Wir wären in diesen Tagen alle lieber Sparkassenbanker”, denn deren Probleme mit der Landesbank seien „einfach durch Steuergelder beseitigt” worden. Auch sonst würde durch Staatshilfen derzeit der Wettbewerb massiv verzerrt, kritisierte Irtel. So dürfe es nicht sein, dass eine Commerzbank Milliarden vom Staat erhalte und dann mit „nicht marktgerechten Angeboten” agiere und Kunden mit kostenlosen Girokonten mit 75 Euro Begrüßungsgeld locke.

Eike Schlüter 02.04.2009
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