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Pflegeschule schließt


Ruhpolding. Die Berufsfachschule für Altenpflege in Ruhpolding muss Ende September ihren Betrieb einstellen. Dies teilten die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul als Träger der Schule mit. „Der Beschluss ist uns sehr, sehr schwer gefallen“, betonte Schwester M. Theodolinde Mehltretter. Die Altenpflegeschule habe seit ihrer Gründung 1995 hervorragende Arbeit geleistet. Aber ein weiteres Fortführen der Schule sei wegen der geringen Nachfrage vonseiten der Schüler nicht möglich.

Die heutige Berufsfachschule für Altenpflege nahm im Oktober 1995 - damals als Fachschule für Altenpflege - ihren Betrieb auf. Die Lehrkräfte führten bis zum Jahr 2005 jedes zweite Jahr eine Klasse zum Examen. Schlagartig änderte sich die Situation mit dem Schuljahr 2005/2006, als die neuen gesetzlichen Vorgaben für die Altenpflege-Ausbildung in den Schulalltag umgesetzt werden mussten. Aus der Fachschule wurde eine Berufsfachschule, die Schüler schlossen fortan keine Ausbildungsverträge mehr mit der Schule, sondern mit verschiedensten Alten- und Pflegeheimen der Region, und die Lehrzeit verlängerte sich von zwei auf drei Jahre. Zum unlösbaren Problem entwickelte sich aber erst eine weitere Vorgabe, die als Voraussetzung zum weiteren Betrieb der Schule gemacht wurde: Ab 2005 sollte jedes Jahr ein Kurs beginnen; nicht mehr nur alle zwei Jahre. Die Entscheidung zur Schließung, so Wolfgang Kaltenecker, Geschäftsführer der Krankenhaus- und Altenheimdirektion der Ordensgemeinschaft, musste letztlich wegen der geringen Nachfrage - insgesamt nur 29 Schüler in drei Klassen - getroffen werden.

Die Schüler, die 2005 ihre Ausbildung begonnen haben, können ihre Examensprüfungen noch in Ruhpolding ablegen. Die Schüler der beiden verbleibenden Klassen können zum Beginn des neuen Schuljahrs nach Bischofswiesen wechseln. Den drei Lehrkräften der Schule bietet die Kongregation Stellen im Alten- und Pflegeheim Sankt Adelheid oder im Vinzentinum an; niemand muss um seinen Arbeitsplatz bangen.

Redaktion 18.03.2008
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