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Unter einem künstlichen Schneeregen von Vadim Fishkin eröffnet Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer die Jahresaustellung.
Foto:red

Kanten des Kosmos


Ein Spiegelbild zeitgenössischer Kunst stellt die Jahresausstellung des Kunstvereins Rosenheim mit Konzeptkunst Skulpturen, Fotografien bis hin zu Malerei dar.

ROSENHEIM. Die Jahresausstellung des Kunstvereins gehört zu den bedeutendsten und großzügigsten Präsentationen zeitgenössischer Kunst in Bayern. Sie gilt als Plattform für bekannte und etablierte Namen, bietet jedoch auch in diesem Jahr neuen, aufstrebenden Künstlern ein Forum. Außerdem zeigt sie die Jahresgaben des Kunstvereins aus den Jahren 2008 und 2009, die von dem österreichischen Aktionskünstler GünterBrus und der australischen Konzeptkünstlerin Jenny Watson stammen. Von den begehrten Arbeiten sind noch einige zu erwerben.

60 Künstler aus der Region Rosenheim, aber auch aus ganz Deutschland haben für die Ausstellung, die in der Städtischen Galerie Rosenheim bis zum 30. August zu sehen ist, aktuelle Arbeiten zur Verfügung gestellt.

Einen Akzent setzt der Kunstverein heuer mit einer parallel stattfindenden Sonderausstellung des russischen Konzeptkünstlers Vadim Fishkin. Der international renommierte Künstler, der mit seinen Arbeiten an mehreren Biennalen in Venedig beteiligt war, setzt rationale technische Prozesse und naturwissenschaftliche Gesetze in Wechselwirkung mit spielerischen und kreativen Konzepten. Seine „Snow Show“, zu sehen als Teil der Jahresausstellung in der Städtischen Galerie, lädt die Besucher ein, selbst Teil eines Kunstwerkes zu werden. Nur dem Ausstellungsgast, der auf die Spielregeln der von Fishkin geschaffenen Maschine aktiv eingeht, eröffnet sich das Werk.

Der zweite Teil der Sonderausstellung findet in den Räumen des Kunstvereins in der Klepperstraße 19 statt. „Moving Stars“ verwandeln die Galerie in einen Weltraum. Da sein Sternenhimmel aus schaukelnden Glühbirnen und röhrenden Haartrocknern besteht, wird die Mystik des oft romantisch verklärten Alls aufgebrochen.

Auch diese Arbeit fordert von den Besuchern die Bereitschaft, sich emotional auf die Installation einzulassen und bei der Imagination selbst die Initiative zu ergreifen. Hierbei stellt Fishkin klassische Seh- und Denkmuster auf humorvolle Weise in Frage.
Öffnungszeiten der Städtischen Galerie: täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr. Sonderausstellung in den Räumen des Kunstvereins, Klepperstraße 19: donnerstags von 9 bis 13 Uhr, freitags und samstags von 14 bis 17.30 Uhr, sonntags von 11 bis 17.30 Uhr.

Redaktion 30.07.2009
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