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Die Malediven sind ein wahrhaftiges Paradies für Taucher und locken mit schier endlosen tropisch-bunten Unterwasserlandschaften.
Foto:Orca Tauchreisen

Malediven locken mit traumhafter Unterwasser-Welt


Die Malediven – ein Flickenteppich aus über 1.000 Inseln und Inselchen, der wohl beste Platz weltweit für «Robinsonaden». Und ein Paradies für Taucher, denn auf jeder der rund 100 Touristen-Inseln gibt es eine Tauchbasis, und jede verfügt über tropisch-bunte Unterwasserlandschaften. Besonders gut taucht es sich vor Machchafushi... .

19. März 1999: Direkt vor dem kleinen Eiland sinkt der Stückgutfrachter MV Khudimaa. Der 52 Meter lange, stählerne Rumpf legt sich ächzend an die Westseite des Hausriffs. Dort ruht er nun, aufrecht auf dem Sandgrund in einer Tiefe von 11 bis 30 Metern. Auch wenn es auf den ersten Blick anders scheint – das Wrack zeugt nicht von einer Schiffskatastrophe. Niemand kam beim Untergang ums Leben, kein Tropfen Öl beschmutzte die nahe gelegene Riffwelt. Nein, der Untergang der Khudimaa war gewollt und wurde mit voller Absicht herbei geführt. Das Wrack soll eine Attraktion für Taucher sein, die einen Großteil der Gäste Machchafushis ausmachen und die sich seither immer wieder über das versunkene Schiff freuen, das praktisch vor ihrer Bungalowtür liegt. Und das allmählich von den Korallen, Fischen und Niederen Tieren der Umgebung erobert wird.

Die haben am Hausriff der Insel ebenso wie an anderen Tauchplätzen des südlichen Ari-Atolls längst das Sagen. Rund um Machchafushi erfreuen bunte Korallen, herrlich bewachsene Steilwände, Canyons und eine überbordende Fischwelt das Taucher- und Schnorchlerherz. Nur ein kleiner Auszug aus der Bewohnerliste der näheren Umgebung: Zackenbarsche, Süßlippen, Gelbstreifen-Schnapper, Fledermausfische, Napoleons, Muränen, Schaukel- und Geisterpfeifenfische. Und wer die größeren Kaliber bevorzugt, wird auch nicht enttäuscht: Mantas und Adlerrochen machen einigen Riffen immer wieder ihre Aufwartung, ebenso wie Graue Riffhaie, Weißspitzen-Riffhaie und gelegentlich sogar Walhaie. Die beste Zeit für Großfisch-Begegnungen liegt zwischen Dezember und April.

Dabei müssen die Gäste von Malediveninseln im Allgemeinen und von Machchafushi im Besonderen nicht weit schweifen. Denn das Gute liegt so nah: Rund um die besten Taucherinseln ziehen sich Hausriffe, die bereits fast die gesamte Palette tropischer Unterwasser-Sehenswürdigkeiten bieten. Bequemer geht Tauchen nicht: Einfach vom Bungalow ein paar Schritte zur Tauchbasis laufen, Ausrüstung schnappen und hinab ins Vergnügen. Und das wann und so oft man will. Als Schnorchler kann man sich sogar den Umweg über die Tauchbasis sparen.Vor, zwischen und nach den Tauchgängen fühlt sich der Urlauber auf Machchafushi wie einst Robinson – nur ohne auf den Komfort der modernen Zivilisation verzichten zu müssen. Eine türkisblaue Lagune umschmeichelt einen blütenweißen Sandstrand, dahinter wachsen Palmen, Büsche und Blumen. Dazwischen liegen die Bungalows der 1999 renovierten Hotelanlage und der Süßwasser-Swimmingpool mit Jacuzzi und dazugehörigem Coffee-Shop, von wo aus man zum Sundowner-Cocktail den Sonnenuntergang genießen kann. Wenn man nicht noch zum Nachttauchgang aufbrechen will… .



Anreise: Zunächst circa zehnstündiger Flug nach Male, der Hauptstadt des Archipels. Dem folgt ein etwa halbstündiger Wasserflugzeug-Transfer nach Machchafushi.

Weitere Infos und Buchung: Orca Reisen Rosenheim, Telefon 08031/18850

Redaktion 28.07.2004
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