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«Markenzeichen» des Karnevals in Venedig sind vor allem die fantastisch-farbenprächtigen, stilvollen Kostüme.
Foto:privat

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Karneval in Venedig: «Des glaubt uns dahoam koana!»


Venedig/Neubeuern – Zehn Tage vor Aschermittwoch beginnt in Venedig die Narrenfreiheit. Wenn in der Lagunenstadt der Karneval gefeiert wird, dann liegen sich Einheimische und Touristen aus aller Welt in fantastisch-farbenprächtigen Kostümen tanzend in den Armen. Um dies einmal live zu erleben, haben 15 reiselustige Sportlerfrauen des TSV Neubeuern am Faschingssamstag 2003 einen Tagesausflug nach Venedig unternommen. Für die Rosenheimer Nachrichten schildern sie, wie sie dort d i e Attraktion auf dem Markusplatz wurden.

Es war 6.10 Uhr morgens. Die Reisenden im Bus staunten nicht schlecht, als 15 Frauen in Neubeuern zustiegen und ganz behutsam ihr kostbares Gut, den in liebevoller Kleinstarbeit und mit viel Phantasie gebastelten Hut, ganz vorsichtig, als wäre er Porzellan, in den Kofferraum des Busses legten. Die Busfahrt beinhaltete ein Bordfrühstück und zwar so gegen 9 Uhr. Doch um 8 Uhr hatten die ersten von uns schon Hunger. Buserfahren, wie wir sind, war natürlich für das leibliche Wohl vorgesorgt. 40 frische Brezen, 20 Dicke und 20 Paar Wiener hatte Ingrid , die Organisatorin der Reise, eingekauft. Kaffee in Thermoskannen, «viele» Flaschen Sekt und Ramazotti durften im Reisegepäck natürlich auch nicht fehlen.

Die Zeit im Bus verging doch sehr schnell. Eine halbe Stunde vor Ankunft kam Unruhe auf. Goldene und weiße Gesichts- Farbe, Lippenstift etc. und kleine Handspiegel wurden hervorgezaubert, das Schminken konnte beginnen. Dann noch schnell noch das Nötigste in einen Brustbeutel verstaut. Und um halb Zwölf fuhren wir dann endlich über die Autobrücke auf die Lagunenstadt zu. Juhu, wir konnten das Meer sehen – und auch riechen! Leider war die Luft draußen «nur» 15 Grad warm. Zum Trost: Immer noch zehn Grad wärmer, als zuhause. Paul, unser netter Busfahrer brachte uns sicher, mit einigen Ehrenrunden am Busparkplatz, zum Ziel.

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Hannelore Spindler 22.02.2004
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