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THEMEN | Urlaub & Reise

Ab in die Pulverschüssel
Skifahren in Kanada ist locker und lässig
BANFF. Skifahren in Kanada: Viele denken dabei an Pulverschnee, rassige Steilhänge entspannte Liftboys und coolen Rocksound auf der Hütte. Und exakt das ist es.
„Hey Thomas, fahr´ einfach rein, das ist nicht so wie in den Alpen, ganz weich.” Weich sind erst mal die Knie vieler Skifahrer, wenn sie zum ersten Mal oberhalb der Powderbowls im kanadischen Skigebiet Lake Louise stehen. Da geht es richtig steil rein, wie in die Alpgartenrinne am Reichenhaller Predigstuhl. Doch in Kanada sind felsdurchsetzte Steilrinnen nicht gesperrt, denn Skifahren in den Rocky Mountains ist anders. Der Schnee ist weicher, trockener, leichter zum Drehen, selbst in den zahlreichen Buckelpisten finden sich kaum harte Stellen.
Bereits beim zweiten Ritt in die benachbarte Bowl muss Guide Joel nicht mehr fragen: „Und wer traut sich?” Da sind die Badener Rennsemmeln Roberto und Hardy bereits über die Wächte hinab in die Pulverrinne gesprungen. „Wahnsinn, das glaubt mir keiner, dass ich so was krasses hier gefahren bin”, sagt ihr Spezl Thomas. „Wie die Schindlerrinnen am Arlberg”, meint die Wiener Skilehrerin Iris, „aber fast besser.”
Unten bläst die Gruppe bereits zum nächsten Lift. Mit Led Zeppelin, ZZ Top und Pink Floyd statt DJ Ötzi im Ohr groovt die Gruppe kurze Zeit später zur nächsten Steilabfahrt. Die akustische Verunreinigung durch alpin gefärbte „Sauf- und Gröhlhits” sind eine Tradition, die die kanadischen Lift- und Hüttenwirte aus den Alpen zum Glück nicht übernommen haben. Ein weiterer angenehmer Unterschied: Am Lift wird nicht gedrängelt.
Dass das Essen auf den Hütten etwas „Burger-lastig” ist - Schwamm drüber, denn die Burger sind immer frisch und jeder kann sich die auch selber belegen. Und wer kann schon alles haben? Coolen Rocksound und die Riesen-Speisenauswahl...
