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THEMEN | Sport & Freizeit

Janette Hargin ist einer der weltbesten Freeriderinnen.
Foto:Petra Rapp

"Ich liebe diesen Sport einfach"


Die 32jährige Schwedin Janette Hargin gehört heute zu den weltbesten Freeriderinnen. Wir war vergangene Woche einen Tag mit der früheren Weltcupläuferin im Tiroler Kaunertal unterwegs.

Redaktion : Sie hatten im letzten Winter eine schwere Verletzung, die sie im Chiemgau auskuriert haben. Sind sie jetzt wieder fit?
Hargin: Ja, es ist alles ganz gut geworden. Ich will in dieser Saison wieder voll bei der Freeride World Tour angreifen.
Redaktion: Was führt Sie ins Kaunertal?
Hargin: Ich bin für meinen Ausrüster W.L. Gore hier und zeige den Leuten ein bisschen, dass auch Mädels auf Ski so einiges drauf haben.
Redaktion: Sie scheinen ziemlich skiverrückt zu sein. Neun Jahre im schwedischen Weltcup-Team, bei zwei Olympiaden und drei Weltmeisterschaften mit dabei und jetzt seit 2007 erfolgreich auf der Freeride-Tour. Brauchten Sie nie mal eine Pause?
Hargin: Nein, bisher nicht. Ich habe fünf Geschwister und wir sind alle so skiverrückt. Ich liebe diesen Sport einfach. Gerade das Springen im freien Gelände macht mir unglaublich viel Spaß.
Redaktion: Was ist der große Reiz beim Freeriden, der Unterschied zum alpinen Rennsport?
Hargin: Bei beiden ist man bei den Wettkämpfen unheimlich fokussiert, hat viel Adrenalin im Blut. Im alpinen Rennsport weiß man aber genau, wann ich wo welches Tor wie zu fahren habe. Das habe ich jahrelang trainiert. Beim Freeriden muss ich mir vorher die Ideallinie auch genau ausschauen, aber ich muss hier viel intuitiver, spontaner auf die jeweilige Situation reagieren.
Redaktion: Sie haben zusammen mit sieben anderen schwedischen Mädels die Gruppe „Releasefees“ gegründet und vor kurzem ihren ersten Skifilm „Catch us if you can“ in Stockholm präsentiert.
Hargin: Ja, das war der Wahnsinn. Das Café Opera war total überfüllt und alle waren begeistert. Es scheint, das Thema „Frauenfreeriden“ interessiert doch.
Redaktion: Welche Ziele haben Sie in dieser Saison?
Hargin: Ich will mich auf alle Fälle für das Verbier Extreme qualifizieren und in der Gesamtwertung der Freeride World Tour aufs Podest. Und dabei zeigen, dass auch Frauen inzwischen im Gelände ganz gut auf den Ski stehen.

Petra Rapp 26.11.2009
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