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THEMEN | Sport & Freizeit

Mit Sicherheit Spaß im Schnee
Die neue Skihelmgeneration zeigt: Es gibt kaum mehr einen Grund, oben „ohne“ in den Schnee zu starten. Unsere Zeitung gibt Infos und Tipps für den Helmkauf.
Nach dem tragischen Unfall des ehemaligen Thüringischen Ministerpräsidenten Althaus im letzten Winter war das Thema Skihelme in allen Schlagzeilen. Die Akzeptanz für das Tragen eines Helms beim Wintersport stieg rasant, die Helme im Handel waren mehr oder weniger ausverkauft. Helme schützen, das ist unumstritten. Rund 10 Prozent aller Skiunfälle betreffen laut ASU-Unfallanalyse den Kopf. Das Tragen eines Helms kann 85 Prozent aller schweren Kopf- und Gehirnverletzungen im Skisport vermeiden. Jetzt ist die neueste Helmgeneration im Handel eingetroffen. Und es hat sich in den Bereichen Tragekomfort, Styling und Sicherheit erneut viel getan. Ausreden wie „zu schwer, zu warm, zu unbequem, zu schlechte Akustik“ gelten damit grundsätzlich nicht mehr. Vorausgesetzt, der ausgewählte Helm erfüllt die technischen Mindestanforderungen und passt richtig. So sollte ein Helm die Sicherheitsanforderungen der europäischen Norm EN 1077 erfüllen, CE-geprüft sein, eine harte Außenschale (Hardshell/Injectionbauweise oder für den Freizeitbereich meist In-Mold) haben, über einfach zu bedienende Belüftungssysteme zum Temperaturausgleich verfügen, sich auch mit Handschuhen leicht verstellen und damit optimal an den Kopf anpassen lassen. Bei abrupten Kopfbewegungen darf sich der Helm nicht bewegen. Wichtig ist hier die richtige Größenwahl: Beim Anprobieren sollte der Helm eng sitzen und bei offenem Kinngurt beim Kopfschütteln weder rutschen oder wackeln. Neues gibt es hier von Salomon: Das schnell und leicht regulierbare Custom Air-System soll für eine angepasste Druckverteilung und so für eine besonders homogene Passform des Helms sorgen.
Grundsätzlich wichtig ist auch, dass die Skibrille gut zum Helm passt, damit es nicht reinzieht oder das Blickfeld eingeschränkt wird. Deshalb beim Helmkauf immer die eigene Skibrille mitbringen oder gleich ein passendes Set kaufen.
Das Design ist immer eine Frage des persönlichen Geschmacks und ein Helm muss einem schon auch gefallen, damit man ihn gerne anzieht. Zu mehr Sicherheit trägt es aber bei, wenn der Helm eine auffällige Farbe hat und die Skifahrer so auf oder abseits der Piste besser gesehen werden. Gut, dass Farbe in dieser Saison vor allem bei trendigen Helmmarken wie der schwedischen Marke POC absolut in ist. Für perfektes Klima im Helm ist das Innenleben des Helms verantwortlich. Die Fütterung des Helms sollte antiallergen und antibakteriell, die Innenteile komplett abtrennbar und waschbar sein. Angenehm, wenn man an warmen Tagen auch die Ohrenpolster abnehmen kann. Um den Klimakomfort zu verbessern, haben sich die Hersteller viel einfallen lassen: Beim diesjährigen Topmodell X-Ride Motion Style von Uvex sollen beispielsweise Luftkanäle zwischen Helmschale und Helm-Innenleben sowie ein intelligentes High-Tech-Innenmaterial immer für ein angenehmes Klima sorgen.
Wer übrigens mit seinem Inmold-Helm schon einen schweren Sturz hatte oder der Helm einen Schlag bekommen hat, sollte ihn laut Andreas König, Sicherheitsexperte bei DSV aktiv, unbedingt austauschen. Auch wenn außen keinen Schaden zu sehen ist, kann das Material deformiert sein oder Risse haben und der Helm bietet so keinen ausreichenden Schutz mehr.
