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Wenn der E-Mail-Müll zur Plage wird...
Rosenheim – Nachrichten und Fotos über den ganzen Erdball verschicken. In Sekundenschnelle. Völlig einfach... und völlig kostenlos. Keine Frage: E-Mail, die elektronische Post über das Internet, ist äußerst praktisch. Doch sie kann auch sehr lästig sein. Nämlich dann, wenn man sie gar nicht haben möchte. Unerwünschte Werbebotschaften überfluten tagtäglich die Postfächer zahlreicher «Surfer».
«Aus dem anfänglichen Ärgernis ‚Spam’ ist inzwischen eine regelrechte Seuche geworden», spricht Peter Tscherwenka, Geschäftsführer des Rosenheimer Internetdienstleisters «roNet GmbH», vielen genervten Nutzern aus der Seele. Laut einer Studie überstieg der Anteil des unerwünschten Mail-Mülls gemessen am weltweiten E-Mail-Aufkommen im Mai dieses Jahres erstmals die 50-Prozent-Marke. Vereinfacht gesagt heißt das: Im Durchschnitt ist jede zweite Mail eine Werbebotschaft, die der Empfänger gar nicht haben will.
Die Beschwerden Hunderttausender Internetsurfer haben mittlerweile auch die Politik auf den Plan gerufen. Die Bundesregierung hat bereits einen Gesetzentwurf in der Schublade, in dem das Versenden von Spam als unerwünschte Belästigung und damit als unlauterer Wettbewerb definiert wird. Ob die Politik damit die weltweite Spam-Flut jedoch wirklich eindämmen kann, wird von Experten bezweifelt.
Serviceprovider wie die Rosenheimer roNet GmbH haben daher eigene Strategien entwickelt, um ihre Kunden beim Kampf gegen Spam zu unterstützen. «Über unsere Server verarbeiten wir pro Tag etwa 15.000 bis 20.000 Mails, davon sind rund 30 Prozent Spam», erklärt Peter Tscherwenka.
