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Als die „wichtigste Neuerscheinung des Jahres“ bezeichnet Mercedes seinen neuen Geländewagen GLK.
Foto:Mercedes

Charakterstark und kantig


Ab Oktober ist der Mercedes GLK zu haben - und zwar ab 33.900 Euro. Unsere Zeitung hat den neuesten Geländewagen aus Stuttgart bereits ausführlich testen können.

Lange nicht gehabt: Steile Windschutzscheibe, rundum Ecken und Kanten. Kein Softy, sondern ein Charakterstück. Das „Warum so und nicht anders?“ ist schnell beantwortet: Der neue GLK soll ein Nachfahre des guten alten G-Modells sein. Sieht man sie nebeneinander, dann merkt man’s auch.

Auffallend an dem in Bremen gebauten Auto sind seine Außenmaße. Der GLK ist rund viereinhalb Meter lang, mit 1,69 Meter (inklusive Dachreling!) aber der niedrigste aller je gebauten Geländewagen aus Stuttgart. „Kompakt heißt nicht Verzicht“, meint Mercedes, und das kann auch vom Innenraum her so stehen bleiben: Vier bis fünf Personen finden samt Gepäck (Kofferraum 450 Liter) einen ausreichend bemessenen Lebensraum vor. Und der ist markant gestaltet - Ecken und Kanten obwiegen auch hier.

Da der GLK „offroad“, also abseits der Straße genau so Zuhause ist wie „onroad“, bietet Mercedes zwei attraktive Styling-Gestaltungspakete an. Der Kunde kann für 1.071 Euro Mehrpreis also schon äußerlich Akzente setzen und außerdem die solide Antriebstechnik der in zweiter Generation verbesserten „4MATIC“ durch das Offroad-Technik-Paket vervollkommnen (es enthält unter anderem Offroadfahrprogramm, einen Unterbodenschutz, eine Bergabfahrhilfe, den praktischen Offroad-Bildschirm und einen Dreispeichen-Multifunktionslenker mit Schaltpaddles und kostet nur 702 Euro). Obwohl Kriechgang, Sperren und andere für richtige Geländewagen typische Ausrüstungen fehlen, kann man den GLK doch über allerhand Unebenheiten lenken (Böschungswinkel 23 bis 25 Grad, Bodenfreiheit 20 Zentimeter, Wattiefe 30 Zentimeter) - wir konnten das in recht schwierigem Terrain erproben.

Auf Asphalt fährt sich der GLK leichtfüßig und komfortabel wie ein Pkw, die ansonsten bei SUV-Modellen vorhandene Wankneigung wird durch die geringe Bauhöhe und das „Agility Control“ genannte selektive Dämpfungssystem gemildert. Immer mit an Bord sind außerdem ABS, Berganfahrhilfe, Bremsassistent, ESP, ASR und elektronische Bergabfahr-Bremskontrolle (4ETS), für die der ebenfalls serienmäßige Tempomat gebraucht wird.

Zum Marktstart im Oktober stehen drei V-Sechszylinder mit Automatikgetriebe 7G-tronic bereit: der 231 PS leistende GLK 280 4MATIC (ab 36.600 Euro), der 272 PS starke GLK 350 und der GLK 320 CDI mit 224 PS (ab jeweils 38.700 Euro). Bis zum Sommer nächsten Jahres wird dann ein Vierzylinder GLK 220 CDI BlueEFFICIENCY (ab 33.900 Euro) verfügbar sein. Er soll mit nur 6,9 Liter Dieselkraftstoff auskommen. Auch ein Handschaltgetriebe ist vorgesehen.

Hans-Roland Zitka 31.07.2008
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