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THEMEN | Auto & Mobilität | Probe gefahren

Mehr Platz im Bestseller
Die dritte Generation des Subaru Forester ist da. Sie hat an Länge, Breite und Höhe zugenommen, nicht aber an Gewicht. Und sie hat an äußerem Schliff gewonnen.
Der Forester ist jetzt sehr viel gefälliger, er passt in Konzept und Design gut in die Zeit. Die Verlängerung des Radstandes um 90 Millimeter schafft innen erkennbar mehr Platz und lässt eine Rücksitzanlage zu, die man durch Nachhintenklappen der geteilten Lehnen sogar in eine Schlafstellung verwandeln kann. Das aber wird erst durch den großzügigen Fußraum zwischen Vorder- und Rücksitzen möglich (mit 96,5 Zentimeter Beinfreiheit ein Spitzenwert in der Klasse).
Dazu kommt ein kombiartiger Gepäckraum, dessen Grundmaß von 450 Litern sich bis auf 1.610 Liter vergrößern lässt. An Laderaumschienen lassen sich zwei Fahrräder oder mehrere Gepäckstücke fixieren, passgenaue Trenngitter machen zum Beispiel die Mitnahme mehrerer Hunde möglich.
Im Fahrbetrieb zeigt sich der Subarus Bestseller mit Einzelradaufhängung rundum und komfortabel abgestimmter Federung vornehm zu seinen Gästen. Die Lenkung könnte einen Tick direkter sein, insgesamt aber fährt er sich leichtgängig und bedienungsfreundlich wie eine ausgereifte Limousine. Dabei verbindet er, wie schon seine Vorgänger, die Eigenschaften von mehreren Fahrzeugtypen in einem: Der permanente Allradantrieb, die große Bodenfreiheit (21,5 Zentimeter) und die leichte Getriebeuntersetzung verschaffen ihm so viel Durchzugskraft, dass ihm leichtes Gelände ebenso wenig anhaben kann wie der Hängerbetrieb (bis zwei Tonnen).
Das Getriebe wird entweder von Hand aus über eine Fünfgangschaltung oder über eine Viergang-Automatik gesteuert. Vier Ausstattungsstufen eröffnen individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, der Basisversion fehlt leider eine Klimaanlage (Aufpreis 1.475 Euro). Der vom Vorgänger her bekannte, überarbeitete 2-Liter-Boxermotor wurde in seiner Leistung zwar von 158 auf 150 PS zurückgenommen, dafür konnte aber sein Verbrauch um fast einen Liter Super reduziert und das Drehmoment gesteigert werden. Die Folge ist auch ein besserer CO2-Wert.
Eine Flüssiggas-Ausrüstung ist weiterhin möglich, mehr Nachfrage erwartet sich Subaru Deutschland aber für den ab September lieferbaren Diesel-Boxer, der derzeit den Legacy mit Erfolg zum Sparmeister macht. Das praktische, geräumige und vielseitige Familienauto hebt sich sehr wohltuend von der straffen Pseudo-Sportlichkeit anderer SUV-Modelle ab und soll im ersten vollen Verkaufsjahr 6.000 Zulassungen bringen.
