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Der neue Kia cee’d sw kombiniert klassische Werte mit zeitgemäßem Preis.
Foto:Kia

Als Kombi noch universeller


Im slowakischen Žilina steht eine der modernsten Automobilfabriken der gesamten Welt. Sie soll jährlich 300.000 Kia Automobile ausspucken.

Im Mittelpunkt steht dabei der neue Kia cee’d. In der Golf-Klasse startend, gewann er durch sein günstiges Preis-Leistungsverhältnis einen Vergleichstest nach dem anderen. Und da er nun beim Euro-NCAP-Crashtest fünf Sterne erreich-te, musste der frisch gebackene Europäer mit koreanischen Wurzeln um so ernster genommen werden.

Besonders interessant ist der brandneue und längere Kia cee’d sw, der Sporty Wagon, mit Platz für fünf Erwachsene und 534 bis 1.664 Liter Gepäck. Freude macht die niedrige Ladekante und die weit öffnende Heckklappe, deren Dachscharniere gleich hinter den Rücksitzen angebracht sind. Bei Qualität und Verarbeitung findet man kaum ein Haar in der Suppe. Die Türen schließen satt und solide, die Innenausstattung macht einen sachlich-korrekten Eindruck, die Bedienung verlangt kein Umlernen, die Betriebsanleitung bleibt im geräumigen Handschuhfach. Die Sitze sind körpernah geformt, die Ausstattung mit sechs Airbags, Audioanlage, Bordcomputer, elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln, elektrischen Fensterhebern vorn, mit höhen- und weitenverstellbarer Lenkung, ESP und ABS so gut wie komplett - und das alles gibt es im 109 PS starken 1,4 LX schon ab 15.900 Euro, fast dreitausend Euro weniger als für ein Vergleichsmodell aus Wolfsburg.

Da man mit einem Diesel lange unterwegs sein müsste, um Aufpreis und doppelte Steuer hereinzufahren, empfehlen sich allmählich wieder Benziner. Der 122 PS starke Vierzylinder des cee’d sw 1,6 arbeitet dezent, begnügt sich im gemischten Betrieb mit knapp 7 Litern Super und könnte wohl noch schneller und sparsamer sein, würde man das exakt schaltbare Fünfganggetriebe um eine Stufe erweitern. Die Federung ist weder zu hart noch zu weich, Bahnübergänge oder Brückenlager verursachen kein Poltern, das gekonnt abgestimmte Fahrwerk gibt sich auch in Kurven willig und neutral. Die Bremsen zeigen sich als recht standfest, Elastizität und Agilität, Sicherheitsausstattung und Fahrverhalten können sich im Klassenfeld sehen lassen.

Brillieren tut der Kia beim Preis und bei der Garantie. Wer sieben Jahre oder 150.000 Kilometer lang für sein Produkt geradesteht, der muss wissen warum.

Hans-Roland Zitka 20.02.2008
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