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THEMEN | Auto & Mobilität | Aktuelles

Komfortabler Offroad-Bolide
Die Kunden waren zufrieden, aber Nissan wollte ihn noch besser machen. Und so gibt es seit Oktober eine völlig neue, zweite Generation des X-Trail.
Der eigentliche Grund: Der Aufbau basiert jetzt auf der Plattform des Qashquai, er wurde eine satte Handbreit länger und bietet nun mehr Bequemlichkeit, mehr Variabilität und mehr Platz für Gepäck. Mit rund 480 bis 1.770 Litern Fassungsvermögen hält der Kofferraum bei Geländewagen einen Rekord. Und als Geländewagen sieht sich der X-Trail, obwohl ihm ein Reduktionsgetriebe fehlt. Dessen Aufgabe übernahm das elektronisch gesteuerte „All Mode 4x4 i-System“, und siehe da, die Geländetüchtigkeit ist gewachsen, weil es die Kraft stets auf die Räder mit der besten Haftung leitet und mit Bergan- und Bergabfahrassistenten sehr professionell agiert. Verschneite Pässe nahm unser Testwagen sicher und mit Bravour.
Die neuen Motoren, zwei hauseigene Benziner und zwei rußfilterbestückte Diesel von Renault, sind allesamt sparsamer und leistungsstärker. Bei mindestens 30.220 Euro für den 150 PS-Diesel und 32.920 Euro für den 173 PS-Motor muss jeder für sich entscheiden, ob sich der Diesel noch rechnet, zumal Dieselfahren erst mit Automatik (weitere 1.700 Euro) angenehm wird. Die beste Wahl ist wohl der Zwei-Liter-Einstiegsbenziner mit 141 PS für 27.770 Euro (0-100 in 1,1 Sekunden, Spitze 184 km/h, Verbrauch 8,7 Liter Super je 100 km). Schon der wesentlich stärkere 2,5-Liter-Benziner begnügte sich im Test auf Bundesstraßen mit elf Litern, auf Autobahnen mit zwölf Litern Super - Werte, die man bei solchen Boliden bisher vermisste.
Will man die unter anderem mit ESP, Bordcomputer, Klimaautomatik und Tempomat bestückte Grundausstattung noch durch ein Navigationssystem mit Rückfahrkamera sowie durch Licht- und Regensensoren, Xenon-Licht, Sitzheizung, schlüssellosen Zugang und Start verfeinern, sind allerdings schnell weitere sechstausend Euro verbraten - so ist es nun mal beim Autokauf. Fazit: Wer am Lande nicht immer Asphalt unter die Räder bekommt, ist mit dem X-Trail gut bedient. Um Kinder von der Stadtvilla zur Schule zu bringen, genügt aber der Micra.
