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THEMEN | Auto & Mobilität | Aktuelles

Gemeinsam ans Ziel kommen
Hohe Spritpreise und Staus lassen viele Autofahrer nach Alternativen suchen. Ein Angebot, das an Bedeutung gewinnt, ist die Mitfahrzentrale für Pendler im Internet.
Rosenheim / Region. Im Internet können sich Pendler kostenlos zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen. In Stadt und Landkreis Rosenheim steigt die Zahl der Mitfahrangebote und -gesuche langsam, aber dafür ständig. Aktuell sind 294 Angebote und 320 Gesuche registriert.
Die Mitfahrzentrale (MiFaZ) rückt die einzelnen Kommunen ins Zentrum. Wer eine Fahrgemeinschaft im Kreis Rosenheim anbietet oder sucht, der ruft die Internetseite www.mifaz.de/ro auf. Die Startseite für den Kreis Traunstein heißt dementsprechend www.mifaz.de/ts. Um noch gezielter suchen zu können, lässt sich auch auf die Online-Mitfahrzentrale einer einzigen Kommune zugreifen: Wer also www.mifaz.de/wasserburg eingibt, landet sofort bei den Mitfahrmöglichkeiten von und nach Wasserburg.
Wer zusammen fährt, der spart bares Geld. „Pendler, die täglich 25 Kilometer fahren, sparen mit einer Fahrgemeinschaft zirka 50 Euro im Monat”, rechnet Hans Pagatsch vom Landratsamt Traunstein vor. Doch nicht nur der eigene Geldbeutel bleibt geschont: Weniger Lärm, weniger Staus und saubere Luft sind weitere Argumente fürs Mitfahren. Gründe, die auch die Landratsämter überzeugt haben: Sie tragen sämtliche Kosten der virtuellen Mitfahrzentrale, wodurch das Angebot für die Nutzer kostenfrei bleibt.
Der Weg zur eigenen Fahrgemeinschaft ist einfach und unkompliziert. „1. Mitfahrgelegenheit suchen, 2. Mit-/Fahrer kontaktieren, 3. Gemeinsam ans Ziel kommen”, wirbt die Mitfahrzentrale auf ihrer Internetseite für sich. Sie will vor allem Pendler ansprechen, bietet aber auch ein Forum für einmalige Fahrten in ganz Deutschland. „Ich erinnere mich an jemanden, der eine Mitfahrgelegenheit nach Berlin gesucht und auch gefunden hat”, sagt Hans Pagatsch. Aktuell sind 456 Städte, Gemeinden und Landkreise Partner der MiFaZ.
Das Potenzial ist noch groß. Untersuchungen zufolge sitzen in Autos von Berufspendlern im Schnitt 1,1 Personen. Das heißt: Theoretisch gibt es noch jede Menge Mitfahrgelegenheiten.
