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Seebühne: Prien fordert Schadensersatz

Ex-CSG-Chef Rudolph spricht von „Diffamierung“ und will ebenfalls klagen


Prien. Der Streit um die Chiemsee Seebühne (wir berichteten mehrfach) wird wohl schon bald die Gerichte beschäftigen. In einer öffentlichen Sitzung hat der Marktgemeinderat Konsequenzen aus dem seit Mai vorliegenden Gutachten über die Finanzbeziehungen der gemeindeeigenen Priener Tourismus GmbH (PTG) mit der Chiemsee Seebühnen GmbH (CSG) gezogen. Zum einen will man auf zivilrechtlichem Wege Schadensersatz- und Rückforderungsansprüche der PTG gegen den ehemaligen PTG- und CSG-Geschäftsführer Thorsten Rudolph geltend machen. Darüber hinaus wurde beschlossen, die Staatsanwaltschaft über die bisherigen Ergebnisse der Aufklärungsarbeit zu informieren. Laut Gutachten soll Rudolph gegen mehrere Pflichten verstoßen und dem Markt Prien dadurch einen großen finanziellen Schaden zugefügt haben.

Rudolph weist dies vehement zurück. Gegenüber Pressevertretern kündigte er an, eine sogenannte „negative Feststellungsklage“ einzureichen, „falls die Gemeinde Prien nicht ganz bald die angekündigte Klage erhebt“. Weil er sich den „seit Monaten dauernden Diffamierungsfeldzug“ nicht gefallen lassen wolle, werde er mit einem Münchner Star-Anwalt nun „ganz massiv gegen das von Bürgermeister Seifert beauftragte Gutachten vorgehen“, um seine „vollständige Rehabilitation zu erreichen“. Er habe „viel für den Tourismus am Chiemsee geleistet“ und seine Geschäftsführertätigkeit „war voll in Ordnung“, so Rudolph.

Redaktion 13.08.2009
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