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Festival in der Schwebe
Der „Chiemsee Reggae Summer 2009” ist noch nicht genehmigt - die Gemeinde Übersee muss zuerst Probleme mit der Wasserversorgung klären.
ÜBERSEE. In der jüngsten Gemeinderatssitzung der Gemeinde Übersee stand ein Antrag der CRP Konzertagentur auf der Tagesordnung, zur Durchführung des Reggae-Festivals von 2009 bis 2013. Außerdem wäre die Genehmigung eines weiteren Konzertes zur Debatte gestanden: „Die Toten Hosen” wollen im August auf dem Festivalgelände ein Konzert geben. Dazu kam es allerdings nicht, der Antrag musste zurückgestellt werden. Bürgermeister Marc Nitschke: „Wir haben Probleme mit der Wasserversorgung, die müssen geklärt werden. Erst dann können wir eine Genehmigung erteilen.”
Die Gemeinde verfügt eigentlich über zwei Brunnen, im Wasserschutzgebiet Bachham und in Aumühle. Letzterer ist allerdings weggefallen. Das Wasserschutzgebiet Aumühle hätte vor Jahren bereits erneut als Wasserschutzgebiet ausgewiesen werden sollen, allerdings wurde es versäumt, einen Antrag zu stellen, so Nitschke. „Offiziell ist es jetzt kein Wasserschutzgebiet mehr.” Geschlossen wurde der Brunnen vom Wasserbeschaffungsverband Übersee erst kürzlich, als ein Bauer dort vor einigen Tagen Gülle ausgebracht hat. „Das ist rechtlich zulässig, der Brunnen musste aber deshalb geschlossen werden”, erklärt der Bürgermeister.
Nur ein Brunnen reicht für Übersee - allerdings könne die Wasserversorgung für die Durchführung eines Festivals mit mehr als 20.000 Besuchern damit nicht gewährleistet werden, erklärt Nitschke. Er nennt zwei mögliche Lösungen für das Problem. „Wenn wir uns mit den Landwirten dahingehend einigen, dass im Gebiet Aumühle keine Gülle mehr ausgebracht wird, könnte der Brunnen wieder verwendet werden. Die andere Möglichkeit ist eine Kooperation mit Grassau.” Auf Dauer müsse auf jeden Fall ein zweites Standbein her, so der Bürgermeister.
Marc Nitschke ist guter Dinge, das Problem in den Griff zu bekommen. Vom Chiemsee Reggae Summer profitiere die Gemeinde enorm, so der Bürgermeister. Beschwerden und Probleme habe es schon gegeben, diese hätte man aber immer klären können. „Der Gemeinderat kann trotzdem erst abstimmen, wenn der Wasserbeschaffungsverband grünes Licht gibt.” Eine Entscheidung wird vorraussichtlich in der nächsten Gemeinderatssitzung am 27. November fallen.

