Onlineausgabe der INNdependent Media GmbH

NACHRICHTEN | Lokales | Inntal

Stargast im Ebbser Raritätenzoo: Braunbärendame „Chilli”spielte Bruno.
Foto:Redaktion

Im Raritätenzoo war der Bär los


Die unter der Regie von Xaver Schwarzenberger verfilmte Geschichte des Bären „Bruno“läuft am kommenden Mittwoch im Fernsehen. Gedreht wurde auch in Ebbs.

Ebbs in Tirol.
Eine der Hauptrollen ist mit dem bekannten Schauspieler Harald Krassnitzer besetzt. Nur so viel sei verraten - Krassnitzer spielt den Direktor eines kleinen Zoos. Die entsprechenden Szenen wurden im Raritätenzoo Ebbs gedreht. Vergangenes Jahr rührte sich einiges im Raritätenzoo Ebbs. Zuerst kam eine Außendienstmitarbeiterin der Satel-Film und suchte nach einem geeigneten Drehort für Szenen die im Zoo spielen. „Eine Woche später waren wir als Drehort in der engeren Wahl und es kamen die Aufnahmeleitung, der Regisseur und andere Verantwortliche, um sich den Zoo anzuschauen. Ab da war klar - im Raritätenzoo Ebbs werden Teile des Filmes ´Der Bär ist los!` gedreht”, erzählt Raritätenzoo-Chefin Marion Mayr.

Von nun an ging es rasant zu - die Bühnenbauer gingen ein und aus, die Außendienstmitarbeiterin koordinierte die nötigen Umbauarbeiten. Zwischenzeitlich mussten die Huskys kurzfristig aus ihrem Gehege ausziehen, denn das war für den Tag der Dreharbeiten das Zuhause von Bärin „Cilli“. Mit mehreren großen Lkws kamen die Filmleute im Zoo an. Ein riesiges Stromaggregat stand bereit, im ganzen Zoo wurden dicke Kabelstränge verlegt und monströse Scheinwerfer aufgebaut. Vor dem Zoo wurde ein Catering für die circa 150 Filmleute aufgebaut.

Als der Zoo ab 18 Uhr geschlossen war, stieg die Spannung von Minute zu Minute. „Da wir nicht wussten, wie unsere Tiere auf den Trubel reagieren, waren wir ständig in Position, um gegebenenfalls die Aktionen abbrechen zu lassen. Die Gesundheit unserer Tiere stand natürlich im Vordergrund und man konnte von den Verantwortlichen ja nicht erwarten, dass sie immer wüssten wie sie sich in verschiedenen Situationen verhalten sollen”, erinnert sich Marion Mayr.

Entgegen allen Befürchtungen hätten sich die anderen Tiere überhaupt nicht um die Dinge, die im Zoo passiert sind, gekümmert. Bis 4 Uhr morgens dauerten die Arbeiten an und genau so lange war der Zoo hell beleuchtet, es wuselten Schauspieler, Aufnahmeleiter, Regisseur, Gehilfen, Beleuchtungstechniker, Kameramänner und -frauen im Zoo herum. Der Film „Der Bär ist los!“ wird am 25. Februar um 20.15 Uhr in der ARD und im ORF ausgestrahlt.

Sven Eisermann 19.02.2009
Anzeige