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Elvis, Miss Piggy & Co.
Im Raritätenzoo am Fuße des Zahmen Kaisers gibt es Nachwuchs. Äffchen, Hängebauchschweinchen und Entenbabys lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen.
EBBS in Tirol. Mit großen Augen blickt Elvis aus seinem Bettchen. Ein Daumen im Mund, die andere Hand klammert sich an das Fell eines Kuscheltieraffen. Gerade mal 16 Tage alt ist der kleine, halbweise Rhesusaffe, der die Mutter bei der Geburt verloren hat. Die Zoomitarbeiter ziehen ihn mit einer Flasche groß. Elvis hat das riesige Kuscheltier als Mutter akzeptiert.
Mindestens genauso hinreißend sind die anderen Nachwuchsexemplare des Zoos. Die Berberaffen tragen ihren drei Tage bis zwei Wochen alten Nachwuchs an Bauch und Rücken durch das Gehege. Bis das Kängurubaby ganz „fertig“ ist, wird es wohl noch ein wenig dauern. Man kann mit viel Glück einen Blick erhaschen, wenn es neugierig und noch ein wenig unausgebacken aus dem Beutel schaut. Die Enten-, Schwan- und Hängebauchschweinkinder hingegen stapfen schon ganz eigenständig und forsch durch den Park. Aber nicht nur die kleinen Zoobewohner sorgen für große Kinderaugen: das Hängebauchschwein „Miss Piggy“ ist der absolute Liebling im Zoo. Immer ist es irgendwo im Park unterwegs, um sich streicheln zu lassen. Seitdem Miss Piggy im Frühjahr sehr krank war und von den Tierpflegern wieder aufgepäppelt wurde, ist sie noch zahmer und sucht den Kontakt zum Menschen.
Neues Affengehege
Im Zoo gibt es außerdem Seltenheiten wie Mähnenwölfe und Königsgeier zu bestaunen. Worüber sich Kinder besonders freuen: seit diesem Jahr darf man die Berberaffen wieder füttern. Sie haben ein eigenes Gehege bekommen und können den anderen Tieren und den Kindern nicht mehr die Kekse stibitzen. Die Affen haben das neue Gehege nach und nach freiwillig bezogen und jetzt fühlen sie sich in ihrem kleinen Reich pudelwohl. Auch im Rest des Zoos ist dadurch mehr Harmonie eingekehrt, da die Affen nicht mehr beim Brüten, Schlafen und Brotzeitmachen der anderen Zoobewohner stören können.
Einen Zoo mit glücklicher aussehenden Tieren findet man bestimmt nicht oft - und das färbt auf den Menschen ab. Man fühlt sich wohl in der familiären Umgebung und der schönen Kulisse. Und die hat auch den Filmteams von BR und ORF gefallen. Sie drehten Szenen ihrer „Bruno“- Verfilmung im Zoo. Bald kann man den Raritätenzoo Ebbs also im Fernsehen bewundern. Miss Piggy zu streicheln, die Affen zu füttern und in die Kulleraugen von Elvis zu blicken ist allerdings ein Erlebnis, das die Leinwand nicht ersetzen kann.
