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NACHRICHTEN | Lokales | Mangfalltal

Ein Ex-GI an der Gitarre
Heiß gehandelt in der Gitarristenszene wird der Amerikaner Zane Charron. Lange in der ehemaligen US-Kaserne in Bad Aibling stationiert, feiert er heuer ein „Comeback”.
Bad Aibling / München. Aus Zane Charron musste ein Überflieger werden. Schließlich wuchs der Fingerpicking-Virtuose nahe des Kennedy Space Centers in Florida auf, wo er zusah, wie die Raketen in den Himmel hinauf donnerten.
Charron zog es aber nicht zur NASA. Zum Senkrechtstarter wurde er nicht als Astronaut, sondern als Gitarrist. Obwohl erst 34 Jahre alt, blickt die Szene bereits voller Bewunderung auf das Ausnahmetalent. Peter Finger etwa, einer der wichtigsten zeitgenössischen Fingerstyle-Gitarristen und Komponisten für Gitarrenmusik, spricht von Charron als von einem, „den man sich merken sollte.” Die Einflüsse des Vorbilds sind unüberhörbar. Auch Charron glänzt durch Vielseitigkeit, verbindet traditionelle akustische Gitarrenmusik mit modernen Techniken und perkussiven Klängen. Wie Finger schafft es auch der ehemalige GI Charron, eine Klangwelt erstehen zu lassen, die man als orchestral bezeichnen könnte. Dazu sein begnadeter Gesang - fertig ist ein Künstler, dessen Konzerte für Furore sorgen. Dabei war diese Karriere nicht unbedingt vorhersehbar.
Zwar klampfte Charron bereits mit 14 Jahren. Doch bis 2004 war der ausgebildete Toningenieur in Bad Aibling stationiert, hatte russische Linguistik studiert um - zurück in Florida - eine Ausbildung in Röntgenbildtechnik abzuschließen. Doch als er begann, als Gitarrenlehrer zu arbeiten, juckten die Finger: „Ich hatte meine Lust auf die Musik, die Gitarre wieder gefunden.” Mit seiner Frau vereinbarte er ein Probejahr als Profimusiker. 2009 kann man von bestanden sprechen. Inzwischen in München lebend stellt er jetzt sein erstes Soloalbum vor.
