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NACHRICHTEN | Lokales | Rosenheim

"Auf die Stärken der Stadt besinnen"
Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer hat bei ihrem traditionellen Neujahrsempfang im Kultur- und Kongresszentrum vor zuviel Pessimismus gewarnt.
ROSENHEIM. „Manchmal frage ich mich angesichts mancher Äußerungen zur wirtschaftlichen Situation in unserem Land, ob nicht die Grenze von der aufrüttelnden Warnung zum genussvollen Alarmismus vielleicht bewusst überschritten wird”, sagte die Rathauschefin am Dienstagabend vor geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. „Eine Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen”, zitierte sie den Schriftsteller Max Frisch.
Auch wenn die wirtschaftliche Lage im vergangenen Jahr „von so lichten Höhen in so tiefe Täler gestürzt” sei, gelte es nun für Rosenheim, „besonnen Kurs zu halten” und sich „auf die Stärken der Stadt und des Standorts zu besinnen”. „Wir haben in den vergangenen Jahren die Grundlagen gelegt, die uns nun die realistische Perspektive eröffnen, die Situation besser als andere Städte zu meistern”, betonte Bauer. Dabei hob sie vor allem die Finanzsituation der Stadt („Seit dem Jahr 2006 kommt der städtische Haushalt ohne Neuverschuldung aus.”), den Arbeitsmarkt („Die Arbeitslosigkeit hat seit 2006 um gut ein Drittel abgenommen.”) und die Wirtschaftsstruktur hervor.
