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Hallenbad bis Weihnachten zu
Rosenheim - Nach wiederholten Problemen mit Legionellen im Duschkreislauf des Rosenheimer Hans-Klepper-Hallenbades machen die Stadtwerke nun Nägel mit Köpfen: Anstatt vorübergehend das Duschwasser zu chloren, hat der Aufsichtsrat diese Woche beschlossen, die umfangreichen und notwendigen Umbaumaßnahmen nun sofort in Angriff zu nehmen.
Das Hallenbad sei zwar in allen drei Teilsystemen hygienisch einwandfrei, das Schwimmbecken und das Kinderbecken legionellenfrei und auch die Werte im Dusch-system seien ohne Beanstandung, dennoch gehen die Stadtwerke jetzt auf Nummer sicher.
Die eingesetzte Technik im Duschkreislauf hat sich als anfällig erwiesen und ist in der Vergangenheit mehrfach ausgefallen. Um die ständigen Probleme mit einzelnen Komponenten des alten Duschkreislauf-Systems in Zukunft endgültig zu beseitigen, hat man sich jetzt bei den Stadtwerken für jene Lösung entschieden, die auch bei einem Hallenbad-Neubau zum Tragen gekommen wäre. Die Temperatur der Wasserzirkulation wird in Zukunft von 40 auf 60 Grad erhöht. Zusätzlich werden an die Duschen Kaltwasserleitungen angeschlossen, so dass heißes und kaltes Wasser erst direkt beim Duschvorgang gemischt werden. «Weder in heißem noch in kaltem Wasser können die gefährlichen Legionellen existieren», erklärt der Geschäftsführer der Stadtwerke, Götz Brühl, auf Anfrage unserer Zeitung. Auf kritische Stimmen angesprochen, ob nicht nachträglich betrachtet ein Neubau doch die bessere Lösung gewesen wäre, verteidigt Brühl die Sanierung des Hans-Klepper-Bades. Man habe sich an die Vorgabe gehalten, dass der Standort aus Gründen des Schul- und Vereinssports erhalten bleiben sollte - gerade was die Erreichbarkeit betrifft. Ein Neubau hätte das Dreifache gekostet, so Brühl. Was die anfallenden Kosten der Umbauarbeiten betrifft, wollte der Stadtwerke-Chef noch keine Aussage machen.
Wenn alles gut läuft, könnte das Hallenbad Weihnachten wieder geöffnet werden. Für Hartgesottene bleibt als Alternative das Freibad so lange geöffnet, wie es die Witterung zulässt. Auf Nachfrage könne hier vorerst ein flexibler Badeverkehr aufrecht erhalten werden. Restguthaben der Mehrfacheintrittskarten und der Jahreskarten werden auf Wunsch erstattet.
