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Das individuelle Bike aus Rosenheim
Wie das Internet dem Radhersteller Maxx zum ganz großen Durchbruch verhalf
Die Zeiten, in denen Fahrräder nur als praktisches Fortbewegungsmittel oder umweltfreundliche Alternative galten, um von A nach B zu kommen, sind längst vorbei. «Das Rad hat sich mittlerweile zu einem begehrten Lust- und Selbstverwirklichungsobjekt entwickelt», sagt Uwe Matthies, Gründer und Geschäftsführer des Rosenheimer Radherstellers Maxx Bikes. «Die Menschen verbinden mit Radfahren heute Freizeit, Naturerlebnis, Fitness, Gesundheit und Urlaub.»
«Der engagierte Radkunde stellt heute höchste Ansprüche an ein neues Fahrrad – mit Topwerten beim Markenimage, Qualität und Funktion», hat Matthies die Wünsche seiner Klientel analysiert. Vor allem werde eine individuelle Radlösung, abgestimmt auf die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden, erwartet. «Massenproduktion ist out, Individualität ist in», waren laut Matthies die Leitgedanken für die Firmengründung bereits im Jahre 1993. Als erster Hersteller in Europa überhaupt bot der Rosenheimer Unternehmer die Möglichkeit, sich sein Fahrrad so fertigen zu lassen, wie er es seit jeher vom Neukauf eines deutschen Autos kennen und schätzen gelernt hat: Jedes Modell ist individuell in vielen Varianten und Zusatzausstattungen erhältlich. Die eigentlich simple Idee bescherte unerwartet großen Erfolg. «Unser Modular Bike System ist heute weltweit führend und richtungweisend im Segment der industriellen Herstellung von Individualbikes», berichtet Matthies. «Mittlerweile versuchen auch andere Radhersteller diese Idee zu kopieren.»
Der Erfolg kam mit dem Internet
Der ganz große Durchbruch gelang Maxx jedoch mit dem Siegeszug des Internet. Unter www.maxx.de kann sich jedermann mit dem «Bike Configurator» auch ohne technische Vorkenntnisse einfach und schnell ein Wunschbike zusammenstellen und berechnen. «Den Grad der Individualisierung bestimmt allein der Kunde, die Bandbreite reicht von einer besonderen Farbgestaltung, über spezielle Bedürfnisse im Bereich Sitz-und Lenkkomfort bis hin zu allerneuesten technischen Highlights», erklärt Uwe Matthies. Damit erreichte der Geschäftsmann plötzlich Händler und Fahrradbegeisterte in ganz Deutschland und Europa. Und konnte bis heute fast jeden Wunsch erfüllen. «Mit unserem speziellen Fertigungssystem begeistern wir Bikeprofis, die an internationalen Rennen um den Sieg streiten, ebenso wie den Globetrotter, der mit einem Reiserad eine Andendurchquerung plant, den Hobbybiker, der in die heimischen Berge oder um den Chiemsee radelt oder die Hausfrau, die einfach nur mit einem hübschen und praktischen Radl in die City fahren möchte», sagt der 48-Jährige.
Heute kooperiert Maxx mit fast 90 Radfachgeschäften im gesamten Bundesgebiet. Tag für Tag nutzen nach Angaben des Geschäftsführers etwa 700 Internetsurfer den Bike-Konfigurator. Mittlerweile verkauft das Rosenheimer Unternehmen mit seinen rund 20 Beschäftigten so über 7.000 Fahrräder pro Jahr.
Für Matthies ist es «sehr wichtig, dass das Besondere und Individuelle bei uns nicht mehr kostet». So lägen Maxx-Bikes auf dem gleichen Preisniveau wie die Massenprodukte vergleichbarer Anbieter. Bereits ab etwa 500 Euro sind seine Fahrräder zu haben. Deren ausgezeichnete Qualität wird ihm, wie auf den Maxx-Webseiten nachzulesen ist, vielfach auch von der Fachpresse bestätigt. Die Bikes «made in Rosenheim» erhalten regelmäßig hervorragende Testergebnisse.
