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THEMEN | Medizin & Gesundheit

Freude über eine gelungene Tagung: Chefarzt Dr. Jens Trögner und Staatssekretärin Melanie Huml.
Foto:Schön Klinik

Geriatrietag macht Hoffnung


Zum dritten Mal fand kürzlich der „Internationale Geriatrietag Rosenheim“ statt. Der Schön Klinik gelang es, zahlreiche hochkarätige Referenten ins Ku’Ko zu holen.

Rosenheim.
Die ganztägige Veranstaltung zog rund 150 Teilnehmer aus ganz Bayern und benachbarten Regionen an. Thema war die Frage „Geriatrie - Patient der Zukunft? Strategien für ein Gesundheitssystem im Wandel“. Schirmherrin Melanie Huml, Staatssekretärin im Bayerischen Gesundheitsministerium, überbrachte die Grußworte des Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der Geriatrie als einen Medizinbereich von wachsender Bedeutung sieht. In ihrem Vortrag zeigte Huml die Wege der Weiterentwicklung des bayerischen Geriatriekonzeptes auf.

Der Organisator der Tagung, Schön-Klinik-Chefarzt Dr. Jens Trögner, eröffnete die Veranstaltung mit der Erläuterung des doppelsinnig angelegten Themas. Aufgrund des steigenden Anteils Älterer in der Bevölkerung, werde der Patient der Zukunft ein lebensälterer Mensch sein. Andererseits sind die medizinischen Strukturen laut Trögner noch unzureichend, um den demografischen Veränderungen gerecht werden zu können. Speziell in Bayern ist die Geriatrie als Rehabilitationsmedizin angesiedelt. Im Unterschied zu anderen Bundesländern können Patienten erst nach Genehmigung durch die Krankenkasse in entsprechende Fachkliniken kommen. Das Verfahren sei langwierig und macht die direkte Kooperation mit den Hausärzten fast unmöglich. „Ein gezielter, qualitätsgeleiteter Aufbau der Akutgeriatrie wird die Modernisierung des nun schon fast 20 Jahre alten bayerischen Geriatriekonzeptes voranbringen“, so Trögner.

Die Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer betonte in ihrem Grußwort, dass die Geriatrie, Altersheilkunde, in der Vergangenheit viel Positives für die Versorgung älterer Menschen erreicht hat. Trotzdem stehen weitere Veränderungen an. Die Oberbürgermeisterin begreift das als politischen Auftrag, aktiv an der Gestaltung der Strukturen mitzuwirken. Für den Landkreis Rosenheim begrüßte der stellvertretende Landrat Josef Huber die Tagungsteilnehmer und zeigte die enorme Bedeutung dieses Fachgebietes auch für den Landkreis auf. „Eine Gesellschaft wird man auch daran messen, wie sie mit ihren alten Bürgern zukünftig umgeht. Wir wünschen uns, dass Forschung und Lehre weiter ausgebaut wird.“

Die angeregten Podiumsdiskussionen zeigten die Brisanz dieses Themas angesichts einer älter werdenden Gesellschaft. Dass auch in der universitären Lehre noch viel getan werden muss, zeigten die Vorträge dazu. Mutig forderte Elke Garczyk, Vorsitzende der Senioren-Union Rosenheim-Stadt, in der Diskussion einen eigenen Lehrstuhl für Geriatrie. Professor Herrmann, Präsident der Technischen Universität München, brachte einen Lichtblick mit. „Wir streben einen Stiftungslehrstuhl für Geriatrie an der TU München von entsprechender Größe an, der alle Komponenten zusammenfügen muss.“ Mit dieser positiven Aussicht und vielen wertvollen Anregungen endete die Tagung.

Die Schön Klinik Rosenheim will laut Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram diesen Weg für den Ausbau der Geriatrie und zum Wohle der älteren Patienten weiterhin begleiten und unterstützen Der nächste „Internationale Geriatrietag Rosenheim“ wird im Jahr 2011 stattfinden.

Redaktion 16.04.2009
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