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THEMEN | Medizin & Gesundheit

Die Krimmler Wasserfälle sind nicht nur imposant, sie stärken Untersuchungen zufolge auch die Gesundheit.
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Wasserfälle gegen Asthma


Bei Krimml im Oberpinzgau stürzt einer der größten Wasserfälle Europas zu Tal. Ein Aufenthalt dort stärkt die Lungenfunktion und bekämpft Asthma.

Krimml.
Zwei Milliarden Liter Wasser pro Tag stürzen in Krimml 380 Meter in die Tiefe. Das Wasser kommt aus einem Einzugsgebiet von 110 Quadratkilometern, stammt aus dem Urgestein der Hohen Tauern und wird aus 23 Gletschern gespeist.

Umfangreiche Untersuchungen haben nun bestätigt, was schon seit 200 Jahren vermutet wurde. Schon 1803 hat der Landphysikus von Zell am See, Paul Oberlercher, den Krimmler Wasserfällen eine nachhaltige positive Wirkung auf die Gesundheit zugeschrieben. Nach Tierversuchen mit Mäusen richtete nun die Medizinische Privatuniversität Paracelsus im Juli und August vorigen Jahres das „Splash Camp Krimml“ ein und startete eine randomisierte und kontrollierte klinische Studie mit 54 asthmatischen Kindern.

Die Hälfte davon hielt sich über drei Wochen täglich eine Stunde spielend an den Wasserfällen auf, die andere Gruppe blieb in der Region, aber dem Wasserfall fern. Die Studie ergab eindeutige Ergebnisse: Der Aufenthalt am Wasserfall bewirkte eine nachhaltige Verbesserung der Atemwege und kräftigte die Lungenfunktion bis zu 30 Prozent. Eine nahezu vollständige Reduktion aller Asthma-Symptome hielt über vier Monate an.

Bewirkt wurde dies durch die lungenreinigende Wirkung feinster elektrisch geladener Wasserteilchen, die mit dem Sprühnebel über die Atemwege in die Lungenbläschen gelangen. Die „Autowäsche für die Lunge“ ist somit eine neue, natürliche Therapie bei Allergien und Asthma junger Patienten. Aber auch Erwachsene stellen schon nach wenigen Minuten bewusster Atemtätigkeit am Wasserfall leichteres Durchatmen fest, verbunden mit einer fühlbaren Erholung von Stresserscheinungen. Schon bisher wurde beobachtet, dass sich Hirsche, Rehe und Weidevieh immer mit der Schnauze zum Wasserfall stellen und den mikrofeinen Sprühregen bewusst inhalieren.

Die Forschungen der Paracelsus-Universität werden in Krimml und an anderen Wasserfällen der Zentralalpen fortgesetzt. Sie sind insofern von Bedeutung, als bereits fast jeder zweite Europäer allergische Probleme hat und die Kosten der Behandlung und der Arbeitsausfälle in die Millionen gehen. Das Blutbild der Kinder hat sich wesentlich verbessert, auf kortisonhaltige Medikamente konnte weitgehend verzichtet werden.

Hans-Roland Zitka 31.07.2008
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