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Wege in die Medien: Traumberuf «Designer»
Urteile werden vom Menschen oft instinktiv gefällt: In Bruchteilen einer Sekunde entscheidet das Gehirn beim Anblick eines Menschen oder einer Sache, ob er oder sie von Interesse ist für uns, ob er oder sie sympathisch ist. Dieser erste Eindruck ist nur bedingt rational zu erklären, und doch ist er entscheidend. Wie die Neugier des Gegenübers geweckt werden kann, darüber macht sich vor allen Dingen eine Berufsgruppe Gedanken: die Designer.
Design ist aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken: Produkt- oder Industriedesigner gestalten von der Zahnbürste bis zum Auto sämtliche Konsumartikel, Verpackungsdesigner kümmern sich um ein schönes Drumherum, Kommunikationsdesigner gestalten Zeitungen und Bücher; es gibt Mode- und sogar Klangdesigner, damit die Sinne der Zielgruppe verwöhnt werden. In der Werbung ist die Gestaltung einer Kampagne gelegentlich wichtiger als die Botschaft, die sie transportieren soll.
Groß sind die Einsatzgebiete für Designer, ebenso vielfältig sind die Wege dorthin. Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner, Geschäftsführerin des MedienCampus Bayern e.V.: «Ein Schuss Kreativität sollten Nachwuchsdesigner schon mitbringen, künstlerisches Verständnis und ein kommunikatives Auftreten gehören zu den Grundvoraussetzungen für einen Einstieg in die Branche.» Mit diesen wenigen Zutaten ausgerüstet, gibt es viele Türen, die zum Durchschreiten einladen.
Eine dieser Türen ist die Akademie an der Einsteinstraße U5 im Herzen Münchens. Die Institution bildet seit über 30 Jahren Grafik-Designer und Art-Directoren aus und zählt zu den renommiertesten Einrichtungen ihrer Art. Design spielt auch in vielen allgemeinen Hochschulen eine große Rolle: Die Fachhochschule München besitzt einen eigenen Fachbereich Design, der die Schwerpunkte Fotodesign, Industrial Design und Kommunikationsdesign anbietet. Die private Mediadesign Hochschule für Design und Informatik fährt zweigleisig: Sie bietet Diplom-Studiengänge, etwa «Mediadesign» an, bildet aber auch den so genannten Mediengestalter aus. «Mediengestalter» gibt es zweierlei: den Mediengestalter für Digital- und Printmedien und jenen für Bild und Ton. Beide sind hauptsächlich mit gestalterischen Fragen und deren technischer Umsetzung befasst, jedoch in unterschiedlichen Medien. Die Ausbildung zum Mediengestalter geschieht klassisch über das «duale System» - also in einem Ausbildungsbetrieb wie dem Bayerischen Rundfunk und in einer Berufsschule - oder eben an einer Akademie, die Theorie und Praxis unter ihrem Dach vereinigt. Diesen zweiten Weg gehen beispielsweise die Macromedia Akademie, die Akademie der Wildner AG und die Music Support Group; das international ausgerichtete SAE Institute hat für diesen Bereich ein «Creative Media Program» aufgelegt.
Bedarf an gut ausgebildeten Gestaltern gibt es viele, denn in einer Flut von Medien und Produkten ist es immer wichtiger, sich abzuheben von der Konkurrenz. Da die Computertechnik immer mehr Möglichkeiten eröffnet, gilt jedoch auch hier: Nur durch lebenslanges Lernen kann die Qualität gehalten werden. Schlechtes Design gibt es schließlich schon genug.
