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Breites Aktionsbündnis zu Mobilfunk-Begehren


Rosenheim/Region - «Wir sind für Mobilfunk, aber gesundheitsverträglich und die Kommunen müssen bei den Standorten der Sender mitreden können.» So fasst Georg Werner als Koordinator die Ziele des neu gegründeten Aktionsbündnisses «Mobilfunk» zusammen. 40 Vertreter unterschiedlicher Gruppierungen aus Stadt und Landkreis Rosenheim haben das Bündnis ins Leben gerufen, um das im Juli stattfindende Volksbegehen zu unterstützen.Neben der ÖDP sind dabei: der Bund Naturschutz, Freie Wähler und ÜWG, die «Wahlalternative WASG», das Baubiologische Institut Neubeuern sowie Vertreter von Bürgerinitiativen wie die «BI für mehr Lebensqualität» aus Prien.

Ziel des Volksbegehrens ist die Einführung von Genehmigungsverfahren für Sendemasten und die Verankerung der Gesundheitsvorsorge im Landesentwicklungsplan.Die Kommunen sollen ein gesetzliches Mitwirkungsrecht bei der Entscheidung über Standorte bekommen. «Wir wollen, dass die Betreiber ihre Sendemasten nicht länger unkontrolliert hinstellen können, wo sie wollen», fordert Georg Werner, der selbst promovierter Mediziner ist. «Eine vernünftige Wahl der Standorte senkt die Strahlenbelastung der Bürger entscheidend.»

Mit Info-Ständen, Plakaten und Handzetteln wollen die Unterstützer Bürgerinnen und Bürger mobilisieren.Zehn Prozent aller Wähler müssen sich zwischen dem 5. und 18. Juli in den Gemeinden eintragen, wenn das Begehren erfolgreich sein soll.Mit Unverständnis reagierten die Teilnehmer der Gründungsversammlung auf die Absage des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen. «Ein recht merkwürdiger Positionswechsel», kommentierte Georg Werner «Wir hoffen trotzdem auf möglichst viele Mitstreiter aus allen demokratischen Parteien und Gruppierungen.»

Ganz allgemein müsse die Stärkung der Rechte der Gemeinden jedem kommunalpolitisch Engagierten ein Anliegen sein.Das Koordinationsbüro des Aktionsbündnisses «Mobilfunk» ist unter der Telefonnummer 08062/78233 erreichbar.

Redaktion 20.05.2005
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